Themenbereich Mobilität

Bye bye Mobilityweek, hello Klimagipfel

Die europaweite Mobiltyweek wurde in fast 2000 Städten Europas mit unzähligen Veranstaltungen begangen: Konzerte, Workshops, Diskussionen und jede Menge Mitmach-Möglichkeiten. Das Ziel der Veranstalter war es dabei den Menschen Lust auf nachhaltige Mobilität zu machen und gleichzeitig zum Denken anzuregen, wie der Wunsch nach Mobilität und der Schutz der Umwelt in Einklang zu bringen sind. Bereits jetzt laufen die Planungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene, wie in 2015 das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität noch weiter in der Bevölkerung verankert werden kann.

Demonstration in New York

Demonstration in New York

Der Mobilityweek schließt sich der UN-Klimagipfel an, bei dem sich 120 Staats- und Regierungschefs in New York treffen. Der Gipfel ist wird die größte Zusammenkunft seit dem Gipfel von Kopenhagen. Jeder Staat müsse “eine klare Vision” vorlegen, wie sein Beitrag zum großen Ziel aussehen soll, sagt UN-Generalsekretär Ban.”Je mehr Zeit wir verlieren, desto mehr werden wir zahlen, an Leben und Geld.“ Konkrete Ergebnisse sind in New York leider kaum zu erwarten: Das Treffen soll vor allem abstrahlen auf die beiden nächsten Klimakonferenzen in Lima und in Paris. Dort soll das Kyoto-Protokoll durch ein Abkommen ersetzt werden, in dem sich wirklich alle Staaten zum Klimaschutz verpflichten – spätestens von 2020 an.

Mobilität im Wandel

Die Autobranche unterliegt starkem Wandel. Dies gilt vor allem für die Produktion, das Käuferverhalten und die Herausforderungen an die Autohäuser. Davon ist Trendbeobachter Mathias Haas überzeugt. Auf der Website der Hufffington Post wird der Wissenschaftler zu Megatrends der Automobilbranche befragt. Für Haas steht fest: Die Menschen suchen zunehmend nach Mobilität, und nicht nach Autos. Da er dieses Verhalten als Megatrend identifiziert, geht es davon aus, dass diese Entwicklung dauerhaft und tiefgreifend sein wird, sich jedoch aber nur schleichend etablieret. Hierin liegt der fundamentale Unterschied zwischen kurzfristige Trends und Megatrends.

Der Trendbeoachter sieht den Wandel auch darin bestätigt, dass mittlerweile Unternehmen aus der IT-, Internet- und Unterhaltungsbranche Kooperationen mit den führenden Automobilherstellern eingehen. „Die großen US-Konzerne, meist aus dem Silicon Valley, strotzen vor Liquidität. Warum sollte nicht beispielsweise Facebook in den Markt für Mobilitätslösungen einsteigen?“.

Als einen sich parallel entwickelnden Megatrend, identifiziert Haas die Digitalisierung. „Ein Smartphone ist Technik, aber eben auch zunehmend eine Lebenseinstellung“, so Haas. Die Mobiltelefone machen Information und Kommunikation permanent verfügbar, dienen als Unterhaltungsplattformen und als Shoppingportale. So wirkt sich die Digitalisierung beispielsweise auch auf die Autohäuser aus. Diese müssen sich – ebenso wie die Automobilhersteller – der Digitalisierung stellen, denn vielen Menschen genügt heute schon ein Smartphone um sich online über ein neues Fahrzeug zu informieren und dieses sogar via Handy zu kaufen.

Um den Wandel erfolgreich zu meistern rät der Trendbeoachter den betroffenen – Herstellern und Händlern – zu Emotionalisierung im Markenauftritt, um die Kunden weiterhin erfolgreich abzuholen. Diese gelingt durch Design, Mehrwerte und Möglichkeiten zur Interaktion, wie sie auch zeitgemäße Ladestationen bieten müssen.