Themenbereich Ladestationen

Mobilität im Wandel

Die Autobranche unterliegt starkem Wandel. Dies gilt vor allem für die Produktion, das Käuferverhalten und die Herausforderungen an die Autohäuser. Davon ist Trendbeobachter Mathias Haas überzeugt. Auf der Website der Hufffington Post wird der Wissenschaftler zu Megatrends der Automobilbranche befragt. Für Haas steht fest: Die Menschen suchen zunehmend nach Mobilität, und nicht nach Autos. Da er dieses Verhalten als Megatrend identifiziert, geht es davon aus, dass diese Entwicklung dauerhaft und tiefgreifend sein wird, sich jedoch aber nur schleichend etablieret. Hierin liegt der fundamentale Unterschied zwischen kurzfristige Trends und Megatrends.

Der Trendbeoachter sieht den Wandel auch darin bestätigt, dass mittlerweile Unternehmen aus der IT-, Internet- und Unterhaltungsbranche Kooperationen mit den führenden Automobilherstellern eingehen. „Die großen US-Konzerne, meist aus dem Silicon Valley, strotzen vor Liquidität. Warum sollte nicht beispielsweise Facebook in den Markt für Mobilitätslösungen einsteigen?“.

Als einen sich parallel entwickelnden Megatrend, identifiziert Haas die Digitalisierung. „Ein Smartphone ist Technik, aber eben auch zunehmend eine Lebenseinstellung“, so Haas. Die Mobiltelefone machen Information und Kommunikation permanent verfügbar, dienen als Unterhaltungsplattformen und als Shoppingportale. So wirkt sich die Digitalisierung beispielsweise auch auf die Autohäuser aus. Diese müssen sich – ebenso wie die Automobilhersteller – der Digitalisierung stellen, denn vielen Menschen genügt heute schon ein Smartphone um sich online über ein neues Fahrzeug zu informieren und dieses sogar via Handy zu kaufen.

Um den Wandel erfolgreich zu meistern rät der Trendbeoachter den betroffenen – Herstellern und Händlern – zu Emotionalisierung im Markenauftritt, um die Kunden weiterhin erfolgreich abzuholen. Diese gelingt durch Design, Mehrwerte und Möglichkeiten zur Interaktion, wie sie auch zeitgemäße Ladestationen bieten müssen.

Lenkrad raus, Prozessor rein – Automobile Zukunft

Das internationale Magazin WIRED greift oft spannende Technologiethemen auf und wagt einen Blick in die Zukunft. Aktuell berichten WIRED von einer Studie des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE). Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von 200 Experten, die in verschiedenen Industrien aktiv sind, bei denen die wachsende Automatisierung und Technologisierung von Prozessen eine wichtige Rolle spielen.

Ihr Fazit: Neuwagen werden im Jahr 2030 ohne Rückspiegel, ohne Hupe und ohne Handbremse auskommen. Im Jahr 2035 wird man sogar auf Lenkrad sowie die Brems- und Gaspedale verzichten können. Warum? Weil die Fahrzeuge – so die befragten Experten – in 20 Jahren weitgehend selbständig fahren werden.

Die Automobilhersteller haben enorme Fortschritte dabei gemacht Fahrzeuge zu entwickeln, die in speziellen Situationen eigenständige agieren können. Dazu gehören beispielsweise autonomen Einparkfunktionen, mit einem Abstandshalter kombinierte Tempomaten, Spurhalteassistenten sowie die automatische Erkennung von Fußgängern und Gefahrenquellen. Hier ist die Technologisierung des eigentlichen Fahrens schon so gut wie perfektioniert.

Zum jedoch vollständig autonomen Fahren fehlen noch einige Entwicklungsschritte. Technologisch ist noch einiges in Arbeit – Radar, Sensoren, Kameras und die Steuergeräte müssen optimiert werden. Dies ist aber nur eine Frage der Zeit. Fast spanneder ist die Frage nach der Haftung im Schadensfall – kann man einen Schaltkreis für einen Unfall verantwortlich machen? Damit zusammenhängend sind sich auch die Versicherungen noch nicht im Klaren darüber, wie autonom fahrende PKW zu behandeln wären. Es wird also spannend auf Seiten der PKW-Hersteller, des Gesetzgebers und der Versicherungen.

Und natürlich wird auch die Fortentwicklung der Elektromobilität hier eine Rolle spielen. Die Antriebs- und Ladetechnik wird einen wichtigen Einfluss auf die Fahrzeuge der Zukunft haben und auf die Anforderungen, die in den kommenden Jahren an Ladestationen gestellt werden.

(auto)-mobil bezahlen an der Tanksäule

Die deutschen Verbraucher sind bereit für mobiles Bezahlen: Jeder Dritte würde gern an der Tankstelle mit dem Handy bezahlen. Im öffentlichen Personennahverkehr, in Supermärkten und Drogerien ist der Bedarf an Mobile Payment ebenfalls hoch: 45 Prozent der Smartphone-Besitzer würden ihre Bus- und Bahntickets gern mobil bezahlen. 30 Prozent aller Befragten würden außerdem auch in Supermärkten gern Mobile Payment nutzen. Hoch ist auch das Interesse an Zusatzfunktionen: 29 Prozent aller Befragten nannten zusätzliche Informationen, wie einen aktuellen Überblick über getätigte Ausgaben, als einen attraktiven Mehrwert des mobilen Bezahlens. Auch Schnelligkeit steht hoch im Kurs: Jeder Dritte würden einen schnelleren Bezahlvorgang durch Mobile Payment zu schätzen wissen.

Mobile Payment

Mobile Payment

Die Umfrage von TNS Infratest verdeutlicht, dass die Verbraucher von Unternehmen erwarten, mobile Technologie für Alltagsanwendungen nutzbar zu machen. Das Bezahlen – unter anderem an der Tanksäule – gehört dazu. Für die Elektromobilität bedeutet dies, dass sowohl die Fahrzeuge aber auch die Ladesäulen über Schnittstellen und Funktionen zum mobilen Datenaustausch verfügen müssen, um von den Kunden akzeptiert zu werden.

Stop für Verbrennungsmotoren, freie Fahrt für Stromer

Geschichte wiederholt sich: Am 1. Oktober 1997 wurde für 24 Stunden in Paris erstmals ein Fahrverbot verhängt, das direkt mit der Luftverschmutzung der Stadt zusammenhing. Seither galt in der Metropole ununterbrochen das Motto „Freie Fahrt“. Die Nutzung des Autos einzuschränken, gilt nicht nur in Deutschland als Tabu, und jeder Schritt in diese Richtung gerät zum politisch gefährlichen Thema. Nun wussten sich die Behörden jedoch nicht mehr anders zu helfen als doch wieder zum Äußersten zu greifen, um der Luftverschmutzung Einhalt zu gebieten: Am 17. März hatten nur Kraftfahrzeuge mit ungerade endenden Nummernschildern das Recht, auf den Pariser Straße unterwegs zu sein. Weitere Ausnahmen: Hybrid- und Elektroautos!

Vorübergehend verschwand der Eiffelturm in dichtem Dunst, über den Straßen lag ein Nebel aus Abgasen. Die Augen tränten, Juckreiz und laufende Nasen plagten nicht nur Allergiker. Nachdem die Feinstaubbelastung alle Grenzwerte überschritten hatte, verordnete die Regierung nach langem Zögern für Paris erst die Gratisnutzung der öffentlichen Verkehrsmittel – Busse, Bahnen, Metro – sowie der Leihfahrräder und elektrischen Mietautos. Nun folgte die Radikalkur gegen den Smog, die bei Zuwiderhandlung mit bis zu 35 Euro geahndet wird – wie Spiegel Online berichtet.

Trotz einiger Ausnahmen ist die Entscheidung der Behörden in Paris ein starkes Zeichen. Für Metropolen wie Paris sind neue Verkehrskonzepte längst überfällig. Bilder, die man bisher nur aus chinesischen Megastädten kannte, werden nun auch in Europa Realität. Um dem gegenzusteuern sind tiefgreifenden Veränderungen notwendig. Dieser werden aber nur akzeptiert – und somit erfolgreich sein – wenn sie die Mobilität der Menschen verändern statt einschränken. Elektromobilität, die auf Energie aus emissionsfreien Quellen wie Wind- und Solarenergie basiert, wird im Mobilitätsmix der Zukunft im urbanen Raum eine wichtige Rolle spielen. Damit wird auch die Ladeinfrastruktur einen höheren Stellenwert auf der Agenda der Verkehrsplaner einnehmen. Fahrverbote werden die Probleme nicht lösen.

Elektromobilität braucht öffentliche Ladesäulen

Eine Studie des US-Softwareunternehmens Recargo gibt an, dass von 4.000 Befragten 80 Prozent ihr Auto vor allem an öffentlichen Säulen aufladen – und wesentlich seltener an der heimischen Steckdose. Die Besitzer von Elektroautos wollen demnach auch unterwegs tanken. Aktuell gibt es in Deutschland nur knapp 3.000 öffentliche Ladesäulen. Experten zufolge müssten es bis 2020 aber rund 150.000 sein, um eine Mobilität auf heutigem Niveau zu garantieren.

Ladestationen USA

Übersicht der Ladestationen in den USA

Neben der Anzahl bzw. der Verfügbarkeit an Ladesäulen ist aber auch die Ladegeschwindigkeit ein entscheidender Erfolgsfaktor. Großes Potential steckt hier vor allem in Schnellladestationen die momentan nur einen Bruchteil aller Ladesäulen ausmachen. In den USA zählen laut Studie lediglich drei Prozent der insgesamt 12.000 Stromsäulen dazu.

Deshalb haben wir uns vor rund einem Jahr entschlossen mit führende Unternehmen wie ABB, BMW Group, Deutsche Bahn und RWE sowie die Universität Bamberg, die Universität der Bundeswehr München und die Technischen Universität Dresden im Rahmen des Projekts „DC-Ladestation am Olympiapark“ eine Combined Charging System-Station im Bereich der BMW Welt zu installieren.