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Überfördert – Überfordert: Wie marktreif ist Elektromobilität?

Das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 rund 1 Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen wird zunehmend skeptisch bewertet, denn die Fakten sind ernüchternd: In Deutschland waren zum 1. Januar 2014 nur knapp über 12.000 E-Autos zugelassen. Einen großen Schritt weiter ist Norwegen. Dort sind rund 32.000 Elektroautos auf den Straßen unterwegs – bei einer Gesamtbevölkerung von 5,1 Millionen Menschen. Bei dieser Quote wäre die Million in Deutschland für 2020 eine geradezu einfache Aufgabe.

Der Erfolg in Norwegen hat viele Mütter und Väter – in Form zahlreicher Fördermaßnahmen. Elektroautos werden per Subventionen, Steuererleichterung, kostenlosem Aufladen an öffentlichen Parkplätzen oder Vorteilen in der Verkehrsführung massiv gefördert. So dürfen Elektroautos auch die Busspuren benutzen. Nun regt sich aber Unmut: 85 Prozent des Verkehrs auf den Busspuren während der Rushhour verursachen Elektroautos – zum Nachteil der Busse. Hinter dieser Zahl steckt eine wichtige Botschaft für Deutschland. Ein entsprechendes Gesetz soll zum 1. Februar 2015 in Kraft treten und es den Kommunen erlauben, die Nutzung von Busspuren für E-Mobile freizugeben und kostenlose Parkplätze zu reservieren.

Stellt sich die Frage, ob dieser Schritt sinnvoll ist oder nicht gar kontraproduktiv. Auch hier gibt es Zahlen aus Norwegen: 48 Prozent der norwegischen Elektroauto-Besitzer gaben an, dass sie sich ein e-Auto aufgrund der staatlichen Subventionen gekauft haben. Für 27 Prozent war der Umweltschutz besonders wichtig. Nur 12 Prozent gaben an, mit dem Elektroauto Zeit sparen zu wollen – sprich wegen der „freien“ Busspuren und einfacheren Parkplatzsuche

Was bedeutet das für Deutschland? Klar ist: Elektroautos sind zumindest im Bewusstsein der Bevölkerung noch nicht marktreif – zu groß ist die Skepsis in Sachen Reichweite und Kosten. Die staatliche Förderung ist zwar möglich, wäre aber enorm teuer, wenn man sich Norwegen zum Vorbild nähme. Die Verantwortung liegt deshalb in erster Linie bei den Herstellern, die noch besser auf die Wünsche und Erwartungen der Verbraucher eingehen müssen, wenn Elektromobilität in Deutschland dauerhaft etabliert werden soll.

Grüner als Greenpeace vermutet

Die Frage nach der Umweltfreundlichkeit von Elektroautos entzweit die Experten. Nun berichtet Martin Seiwert (Wirtschaftswoche) von einer neuen Studie. Die auf Öko-Bilanzierungen spezialisierte Automotive Science Group (ASG) bewertet regelmäßig wie umweltfreundlich, sozialverträglich und kostengünstig Automodelle sind. In die Analyse geht die Herstellung ebenso ein wie die Nutzung und die Entsorgung.

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ASG fasst damit ein heißes Eisen an, denn viele Experten vertreten diese Meinung: Es kommt nicht darauf an, dass E-Autos keine Abgase entweichen, sondern darauf, wie der Strom produziert wird und wie umweltverträglich die Herstellung der Batterien ist. Selbst Greenpeace schließt sich der skeptischen Bewertung von Elektroautos an. Die Einwände der Skeptiker sind berechtigt, aber dennoch ist das Ergebnis des ASG-Rankings für 2014 eindeutig: Elektro- und Hybridfahrzeuge schlagen die konventionellen Modelle in Sachen Ökobilanz!

So lautet dann das Fazit von Martin Seiwert: Je größer der Anteil erneuerbarer Energie am Strommix, desto umweltfreundlicher werden die E-Autos. Deshalb legen wir uns mehr denn je ins Zeug, um unsere Solarladestationen vom Typ Point.One und Point.One S so flexibel zu gestalten, dass wir alle Anforderungen der Kunden erfüllen können.

1, 2 … i3 – BMW stellt Elektroauto der Öffentlichkeit vor

Best things come in small packages … sagen die Engländer, und an dieses Motto haben sich die Entscheider aus München beim BMW i3 sehr genau gehalten. In den vergangenen Monaten wurden mehrfach Designstudien veröffentlicht. Bei der Vorstellung unserer Solarladestation Point.One S vor der BMW Welt präsentierte das Unternehmen vor 3 Wochen einen seriennahen Werkswagen. Wenige Tage später wurden Journalisten zu exklusiven Testfahrten eingeladen. Kurz darauf folgte die Veröffentlichung der Preise. Nun haben erste Bilder des Serienfahrzeugs die Fachpresse erreicht. Der offizielle Präsentationstermin steht unmittelbar bevor! Weiterlesen →