Unter Strom – Deutsche Hersteller setzen verstärkt auf Elektrofahrzeuge

In einem sehr fundierten Artikel beschreibt Matthias Benz für die Neue Züricher Zeitung (NZZ) den aktuellen Aufbruch der deutschen Automobilhersteller in das elektromobile Zeitalter. Vor kurzem hat BMW die Serienfertigung seines Elektroautos i3 begonnen und somit Neuland betreten. Für BMW ist kohlefaserverstärkter Kunststoff (CFK) ein zentrales Element in der neuen Elektromobilitätsstrategie. Dank vielen Innovationen, so berichtet Matthias Benz, sei es erstmals gelungen, CFK für die Großserienfertigung einsetzbar zu machen. So könne man das hohe Gewicht ausgleichen, welches die schwere Batterie mit sich bringe. In diesen Tagen kommt der i3 nun zu den Händlern, die Kunden können erstmals ein rein elektrisch betriebenes Auto von BMW erwerben.

NZZ

Neue Züricher Zeitung

In Wolfsburg, hat man sich auf eine ganz andere Strategie festgelegt, wie Matthias Benz berichtet. Bei VW setzt man allerdings nicht auf eigenständige Modelle. Vielmehr hat man den Weg gewählt, bestehende Fahrzeuge zu elektrifizieren. Den Anfang macht eine elektrische Version des Kleinwagens Up, später folgt der e-Golf. Bis zu 40 Modelle könnten so – von Volkswagen über Audi, Škoda und Seat bis zu Porsche, Bentley oder Lamborghini – mit Elektroantrieben ausgerüstet werden.

Auch bei Daimler, darf das Thema Elektromobilität nicht fehlen. Der Mercedes-Hersteller war mithin der erste deutsche Anbieter, der 2011 mit dem Smart Electric Drive ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug auf den Markt brachte. Der Konzern hat aber weder eigenständige Großserien-Modelle wie den i3 in Planung, noch verfolgt man eine umfassende Plattform-Strategie wie Volkswagen.

Fachmann lobt Mut von BMW

Vor allem BMW sei eine große Wette auf die E-Mobilität eingegangen, so Matthias Benz. Die Münchner haben laut Branchenschätzungen 2 bis 3 Mrd. € allein in das «Projekt i» investiert.  Matthias Benz lobt dieses Vorhaben. Es habe etwas für sich, für eine neue Form der Mobilität ein völlig neues Auto zu entwickeln – ähnlich, wie das iPhone von Apple die mobile Internetnutzung grundlegend veränderte. BMW setze vor allem darauf, dass man als Pionier der «nachhaltigen Mobilität» wahrgenommen wird. Der Glanz des i3 solle auf die ganze Marke ausstrahlen.

Die deutschen Autokonzerne haben so viel in die Elektromobilität investiert, dass ein Misserfolg der Technologie sie empfindlich träfe, so fasst Matthias Benz zusammen. Die Branche wirbt deshalb auch intensiv um Hilfe der Politik. Der Schweizer Journalist stimmt Philipp Rösler zu, der davon ausgeht, dass kurzfristige Kaufanreize wie Subventionen  lediglich ein Strohfeuer entfachen würden. Die Elektromobilität werde sich längerfristig nur durchsetzen, wenn sie am Markt bestehen könne. Elektroautos haben, so Matthias Benz, nur eine Zukunft, wenn sich die Kunden von Modellen wie dem i3 überzeugen lassen.

Matthias Benz

Matthias Benz von der NZZ

Auch wenn die Ansätze von VW und Daimler sicherlich nachvollziehbar sind, so teilt EIGHT vor allem die Philosophie von BMW, die Matthias Benz lobt. Ebenso wie das Unternehmen aus München, so setzen auch wir darauf, Produkte von Grund auf neu zu entwickeln um den Anforderungen der Elektromobilität gerecht zu werden. Die Solarladestationen vom Typ Point.One und Point.One S haben mit traditionellen Zapfsäulen oder konventionellen Stromladevorrichtungen nur wenig gemein, Wie BMW so hat auch EIGHT ein vorhandenes Konzept von Grund auf hinterfragt und in Sachen Material, Design und Technologie neu auf die Beine gestellt.

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